Deutsch-Amerikanischer Herrenclub München e.V. (gegründet 1947)

German-Amercian Men´s Club Munich (from 1947)
Gründungsmitglied im Verband der Deutsch-Amerikanischen Clubs e.V. (www.vdac.de)

Burghausen Wacker Chemie

28. Februar 2024

Bericht: Prof. Dr. Dieter Anselm
2026 Events

22.04.2026 Ausflug nach Nürnberg - Memorium Nürnberger Prozesse

26.03.2026 Ausflug nach Manching Kelten- und Römermuseum

26.02.2026 Ausflug nach Penzberg zu Roche Diagnostics

14.01.2025 Neujahrsdinner im Augustiner (Stammhaus)

2025 Events

27.11.2025 Thanksgiving Dinner

22.10.2025 Ausflug nach Fürstenfeldbruck

14.10.2025 Mitgliederversammlung

Oktober Zwischenbericht Lukas Klostermair

17.09.2025 Ortenburg und Schloss Söldenau

09.09.2025 Antrittsbesuch im US-Generalkonsulat

23.07.2025 SFC Energy AG, Brunnthal

19.07.2025 Besuch bei den Munich Cowboys

17.07.2025 Studentischer Besuch - Klostermair

18.06.2025 Memminger Bauernaufstand 1525

28.05.2025 Landesausstellung Regensburg

12.06.2025 Umzug des Stammtisches zum Spöckmeier

23.04.2025 Augsburg Textilmuseum, Synagoge

26.03.2025 Kufstein

März 2025 Trauerfeier Dr. Hjalmar Heinen - Nachruf von Dr. Dieter Anselm

25.02.2025Murnau Schlossmuseum und Altenstadt

25.01.2025 Neujahrsdinner im Franziskaner

2024 Events

28.11.2024 Thanksgiving im Park Hilton

16.10.2024 Wittelsbacher

15.10.2024 Mitgliederversammlung und Stabwechsel

18.09.2024 Ausflug nach Herrenchiemsee

24.07.2024 Ausflug nach Obergünzburg

19.06.2024 Ausflug nach Freising

22.05.2024 Ausflug nach Schwaiganger

11.04.2024 Besuch des Bürgermeisters Dominik Krause beim Stammtisch

24.04.2024 Besuch in Landshut

20.03.2024 Besuch bei Audi in Ingolstadt

28.02.2024 Besuch bei Wacker Chemie in Burghausen

24.01.2024 Besuch bei der Geothermie in Grünwald

2023 Events

11.10.2023 Ausflug nach Rosenheim - Lokschuppen

06.10.2023 Deutsch-amerikanischer Tag

11.10.2023 Ausflug nach Rosenheim - Lokschuppen

13.09.2023 Ausflug nach Ortenburg - Micro Epsilon

26.07.2023 Ausflug zum Walchensee

14.06.2023 Ausflug nach Straubing - Bogenberg

23.05.2023 Ausflug nach Regensburg - Landesausstellung

26.04.2023 Ausflug nach Landsberg am Lech

22.03.2023 Ausflug nach Rott am Inn

15.02.2023 Ausflug nach Freising - Diözesanmuseum

17.01.2023 Neujahrsdinner

2022 Events

22.10.2022 Ausflug nach Altötting

04.08.2022 Besuch des US Generalkonsuls beim DAHC

13.07.2022 Ausflug nach Mittenwald

15.06.2022 Ausflug nach Weißenburg

18.05.2022 Ausflug nach Polling STOA 169

13.04.2022 Ausflug nach Oberschönfeld

16.02.2022 Ausflug zum Campus der TU München

2021 Events

01.12.2021 Antrittsbesuch beim US Generalkonsul

25.11.2021 Thanksgiving Dinner im Marriott

15.06.2021 Ausflug nach Raisting

07.09.2021 Mitgliederversammlung

2020 Events

19.02.2020 Ausflug nach Regensburg - Landesausstellung

2019 Events

28.11.2019 Thanksgiving Dinner

16.10.2019 Ausflug nach Plattling zu Südzucker

11.09.2019 Ausflug nach Wessobrunn

12.06.2019 Ausflug nach Kempten

17.04.2019 Ausflug zur Wieskirche

26.03.2019 Besichtigung Justizpalast in München

16.01.2019 Neujahrsdinner

Besuch bei Wacker Chemie in Burghausen

Die Ampelregierung hat sich in ihrem Koalitionsprogramm die Energie-Zeitenwende auf ihre Fahnen geschrieben. Dies bedeutet das Verlassen der fossilen und die Hinwendung zur grünen Energie. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht man vor allen Dingen neben der Wind- die Solarenergie. Die Paneele, die dabei den Strom erzeugen, benötigen hierzu Unmengen von Solarsilicium.

Einer der größten Hersteller dieses Produktes ist die Wacker Chemie AG in Burghausen. Dies war deshalb das zweite Ziel des Deutsch-Amerikanischen Herrenclubs in diesem Jahr. So fuhren 40 interessierte Damen und Herren nach Burghausen, das direkt an der österreichischen Grenze liegt.

Der Grundstein für das Unternehmen wurde von Alexander Wacker 1903 mit der Anmeldung eines elektrochemischen Werkes in Nürnberg gelegt. Es sollte mit der Herstellung von Acetylen die Versorgung der abseits von größeren Zentren liegenden Orte mit Licht verbessern. Mit der Errichtung von Überlandleitungen wurde dieses Ziel jedoch obsolet, so dass die Firma sich neue Verwertungsmöglichkeiten suchte. Das fand sie während des ersten Weltkrieges in der Herstellung von Aceton zur Produktion von synthetischem Kautschuk. Dazu benötigte man große Mengen von elektrischer Energie. Diese erzeugte man durch die Nutzung von Wasserkraft an der unteren Alz bei Burghausen, im heutigen bayerischen Chemiedreieck.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann Wacker Forschungsarbeiten zu Siliconen. Aus den beiden Rohstoffen Siliciummetall und Methanol werden über 2.800 Siliconprodukte hergestellt. Dank ihrer einzigartigen chemischen und physikalischen Eigenschaften sind sie in vielen Anwendungsbereichen zu Hause und begegnen uns überall im Alltag – auch wenn wir es oft nicht bemerken. Heute ist Wacker im weltweiten Silicongeschäft die Nummer 2.

Im Jahr 1953 wurde in Burghausen mit der Produktion von hochreinem polykristallinem Silicium begonnen. Betrug 1960 die Produktionskapazität nur etwa eine Tonne pro Jahr, so erreichte man 2004 bereits 5.000 Tonnen und hatte damit einen Weltmarktanteil von knapp unter 20 Prozent. Das Reinstsilicium dient der Herstellung von Elektronikwafern, aus denen die begehrten Chips produziert werden, und von Solarzellen, die für die Photovoltaik unerlässlich sind. Im Jahr 2015 brachte die Wacker Chemie ihre Wafer-Tochter Siltronic an die Börse und gliederte diesen Geschäftsbereich aus. Parallel dazu begann 1999 bei Wacker der Einstieg in die biotechnologische Produktion.

Heute ist die Wacker Chemie AG mit Hauptsitz in München die Muttergesellschaft eines weltweit operierenden deutschen Chemiekonzerns mit knapp 15.000 Mitarbeitern, der immer noch mehrheitlich von der Familie Wacker kontrolliert wird. Der Konzern betreibt 27 Produktionsstätten in Europa, Amerika und Asien und vertreibt seine Produkte in über 100 Ländern. Alle Teilnehmer waren schwer beeindruckt, als uns unser Guide Herr Christoph Elsner, ein ehemaliger Personalleiter vom Werk Burghausen, die einzelnen Geschäftsbereiche nahebrachte. Durch sein kompetentes Wissen und seine professionelle Darstellung konnte er uns die komplizierten Zusammenhänge im Werk darlegen. Alle seine Erklärungen erfolgten in einem sehr unterhaltsamen Rahmen, der unser aller Interesse weckte.

Da das Werksgelände 2,5 Quadratkilometer groß ist, wurden wir im Bus durch das Gelände gefahren. Dabei lernten wir auch, dass das A und O der Zeitenwende für die Industrie billige Energie ist, um am Weltmarkt heute und auch zukünftig zu bestehen.

Nach so viel Wissen hatten wir uns das Mittagessen redlich verdient, das wir im Brückenwirt des Augustinerbräus in der Fußgängerzone von Burghausen einnahmen.


Deutsch-Amerikanischer Herrenclub München e.V. c/o Dr. Walter Held, Albanistr. 11, 81541 München

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