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eeeDeutsch-Amerikanischer Herrenclub München e.V.
German American Men's Club Munich
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BESUCH DES BERGBAU MUSEUMS HAUSHAM
am Mittwoch, 14. März 2018


Gut gelaunt machten wir uns bei launischem Wetter auf nach Hausham zum Besuch des Braunkohle Bergbaumuseums, einem Juwel zur Überlieferung der aktiven Zeit des Braunkohleabbaus über 106 Jahre von 1860 bis zum 31. März 1966, an dem die Grube Hausham geschlossen wurde.

Die sogenannte Pechkohle, wegen ihres Glanzes so genannt, wurde vorwiegend in den Regionen um Peißenberg, Hohenpeißenberg, Penzberg, Peiting, Hausham, Miesbach, Au bei Bad Aibling und Mariensein abgebaut.

Die Haushamer Mulde erstreckt sich über rund 15 km bei einer Breite von 2,5 km und beinhaltet insgesamt 27 Flöze, von denen vier Flöze abbauwürdig waren. Die Mächtigkeit der Flöze variiert zwischen 0,5 und 2,5 Meter.

Die oberbayerische Pechkohle hatte nicht die überregionale Bedeutung wie etwa die deutsche Steinkohle, sie wurde hauptsächlich nur in Südbayern verkauft. Es lohnte sich nicht, diese Kohle mit vergleichsweise geringem Brennwert, die mit relativ hohem Aufwand gewonnen wurde, über lange Strecken zu transportieren. Absatzgebiete der Gruben Hausham, Penzberg und Marienstein waren das östliche Oberbayern, Niederbayern und Ingolstadt. Die Kohle aus der Peißenberger Mulde, Peißenberg, Hohenpeißenberg und Peiting, wurde im westlichen Oberbayern und in Bayerisch-Schwaben verkauft. München wurde von beiden Richtungen beliefert. Der ausschlaggebende Grund für die Schließung der Bergwerke war, dass diese Kohle im Gegensatz zu Heizöl nicht mehr konkurrenzfähig war.

Der Leiter des Museums, Herr Dr. Grützner, seine Frau und ein Mitarbeiter haben uns in kompetenter und engagierter Weise durch die Schätze des Museums geführt und uns den oberbayerischen Braunkohleabbau nahegebracht. Dr. Grützner hat das Museum mit vielen Helfern in höchst verdienstvoller und rein ehrenamtlicher Arbeit für die Nachwelt aufgebaut. Dafür gebührt ihm großer Dank.

Im Anschluss an diese Führung stärkten wir uns - inzwischen bei Sonnenschein -  am Schliersee mit einem ausgedehnten Mittagessen und beendeten unseren Ausflug mit dem Besuch des „Cafés Winkelstüberl“ in Fischbachau, das für seine Kuchenspezialitäten weit über Bayern hinaus bekannt ist.
 

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